Die Grundlage des Schwertkampfs in Lichtenauerschen Tradition sind die Bewegungen von einer Hut in eine andere. Bei diesen Übungen trainieren wir den flüssigen Wechsel von einer Position zur anderen. Dies bezeichnen wir als "Hutenlauf".
MS_3227a (32r) ...Wer da liegt, der ist tot. Wer sich rührt, der lebt noch.
Und das geht gegen die Lager. Dass sich ein Mann lieber im Gefecht rühren soll, als dass er in den Huten wartet, bis er die Chancen verliert.
Wenn wir die unterschiedliche Abbildungen der Huten genauer betrachten fällt es auf, dass auf keinem der Bilder die Huten exakt gleich aussehen. Die Huten sind keine festen Positionen, sondern Räume in denen sich das Schwert befindet. Die Grundlage des Schwertkampfs in Lichtenauerschen Tradition sind die Bewegungen von einer Hut in eine andere. Bei diesen Übungen trainieren wir den flüssigen Wechsel von einer Position zur anderen. Dies bezeichnen wir als "Hutenlauf".
Lernhilfe
Exercitium I
Gradus Primus: aller Huten im Stand, zuerst die 4 Grundhuten, anschliessend alle bekannte Huten.
Gradus Secundus: Hutenlauf ohne Partner, Reihenfolge wird vorgegeben oder selbst entwickelt
Gradus Tertius: Hutenlauf mit Partner in weite Mensur in alle Richtungen frei bewegend, Partner führt Gleichzeitig auch einen Hutenlauf durch. Als Plusaufgabe: ausarbeitung eigene Hutenreihenfolge für einen Lauf.
Exercitium II
- Aus der rechte Stier, Stich rechts, weiter nach links unten und in linke Eber zurückziehen
- Stich vor, dann in rechte Eber
- links hoch winden in linke Stier
- Messer hochbringen in rechten Luginsland
- Messer nach unten in Bastei
- Ausfall mit Stich ins Langort
- Schritt vor, Messer senken in rechte Schrankhut
- Schritt vor, Messer in linke Schrankhut
- Schritt vor, Messer rechts auf "vom Tag auf der Schulter"
- linke Eber
- Schritt vor in rechte Stier